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Alt 09.07.2010, 09:10   #1
Meike Lalowski
Moderatorin
 
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Meike Lalowski befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Beitrag falsch&richtig

Liebe FreundInnen dieses Forums,

lange Zeit war es hier still, ich hatte und habe sehr zu tun, Menschen darin zu begleiten, dass es Wunden zu begegnen gibt, die in ihrem Ausmaß meine bisherigen Erfahrungen weit übertreffen.

"Normaler" familiärer Inzest, Opfer von Kinderpornoringen, rituelle Missbrauchserfahrungen, Kinderfolter ... ich hatte keine Idee davon, wie weitgegend das Leben mir die Aufgabe als Anwältin der inneren und äußeren Kinder einspielen würde.

In der Begegnung dieser eindeutig als "falsch" empfundenen Möglichkeiten einer eindeutig auch grausamen Welt müssen Herz und Bauch und Kopf viel leisten, um zu verarbeiten und zu begreifen. Um antworten zu können. In Folge könnt ihr einen Brief lesen, der aus diesen Auseinandersetzungen entstanden ist und sich um eine schon lang gefühlte Hilflosigkeit von mir rankt, dass es falsch ist, das Menschen etwas falsch machen können:

"Liebe ...

zweierlei: Mein seltsames Gefühl, dass es nicht zu verstehen ist, dass wir hier etwas falsch machen können ist tatsächlich eine große Einsamkeit. Ich weiss, dass wir gar nichts falsch machen können, nicht einmal hier, aber die Welt ist nicht so und wir Menschen in ihr folgerichtig auch nicht. Es gibt die alles beherrschende Matrix von falsch&richtig, die beliebige Maßstäbe zugrunde legen kann und damit zu einem grausamen Raster jenseits der Liebe wird.

Es öffnet Tür und Tor für Schuld und ist doch immer nur Unbewusstheit. Und die braucht der Mensch wohl, weil er die Trennung nicht ertragen kann und lieber im Projektionspingpong Schmerzen als Egofutter in regelmäßigen Zyklen aufblühen lässt (übrigens auch aus der Wahnsinnsidee des immerwährenden Wachstums, die wir in der Wirtschaft wiederfinden und die nichts anderes ist als der verzweifelte Hunger einer Mangelidentität.)

Damit komme ich zu dem zweiten Gedanken: wenn sich die Dämonen von Deiner (und unser aller) Angst ernähren, was mir als Einsicht sehr vertraut ist, wird dann dieses Erntefest unterbrochen, wenn wir unsere Angst schon im ersten Auftauchen (welch Teekesselchen) in die Hände der Engel legen? Dieses Sinnbild ist wohl eine der besten Grundlagen eines Gebetes. "Ich lege meine Angst in DEINE Hände ... " gesegnet sind die Menschen, die sich in dieses Vertrauen fallen lassen können.

Angst zu transformieren gelingt immer nur über Ebenenwechsel (und sei es noch so intellektuell "nur" als Distanz spürbar) - aus dem umfassenderen Erkennen kann sie über eine Objektivierung erst behandelt (!) und dann integriert werden: Sie ist immer der Ruf nach Liebe. Wie kann ich hungrigen Dämonen meine Angst als ihre Futter nehmen? Wie begegne ich dem Zorn und der Gier ihrer Sucht? Können ausgehungerte Teufel umlernen? Ist das eine Endlosspirale, die wir nur verlassen können, indem wir uns über das Spiel hinausbegeben und dieses Leben als einen Traum begreifen, der aus einem furcht=baren Irrtum (!) entstanden ist?

Sind all diese individuellen Angebote der "Erleuchteten" in ihrem Paradox der Ent-Ichung trotzdem hilfreiche Richtungsweiser? Ist
dieser Traum in uns, sind wir auch diese hungrigen Dämonen. Deine Erfahrungen zeigen allerdings in extremer Zumutung, dass es ohne wenn&aber in diesem Leben notwendig ist, sich von ihnen zu distanzieren und sie als fremd zu erkennen. Fremd auch in dem Sinne als dass sie ein Konzept sind, das absolut dem wiederspricht, was wir aus und in unserem Wesen sind, nämlich Liebe. Ich begreife, dass es erst danach nur dadurch als eine Möglichkeit der Schöpfungskraft erlöst werden kann.

Wenn wir die Furcht und die Hungerteufel als einander bedingt verstehen, können wir auch die dieser Welt immanente Angst als
wesensfremd fühlen. Diese Angst Gott (oder wemwaswoauchimmer) als Irrtum zu geben mit der Bitte um Erlösung braucht aber zuallererst ihre
Wahrnehmung und Anerkennung. Sonst verraten wir die Kinder dieser Welt - innen und außen.

Wieder ein Paradox: Es gibt das alles, die Angst, den Hunger und die Teufel, und nur ihre Anerkennung eröffnet uns die Befreiung von ihrer Macht. Das geht nicht über Kampf gegen, das geht nur über Hinübergehen über. Falsch&richtig muss dann eingesetzt werden als
Mittel, zu unterscheiden und (um im Bilde zu bleiben) die Liebe, das Vertrauen und die Engel zu leben. Und das alles führt dann wohl in
die alles sprengende Erkenntnis, dass diese Welt in der Tat (!) die Veräußerung eines großen Irrtums ist, der zu überwinden in eine
Wahrheit jenseits dessen führt, was unsere kleinen Köpfe denken können. Aber, auch da bin ich sicher: wir wissen es schon.

Soweit die Morgengedanken als kleine Reflektion. Mögen Deine und meine GeDANKen uns helfen, umsetzbare Lösungen zu finden.

Geändert von Meike Lalowski (09.07.2010 um 11:12 Uhr)
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Alt 09.07.2010, 14:57   #2
Anna
Neuer Benutzer
 
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Anna
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Liebe Meike,

ich denke, wenn man sich in einem einzigen großen Irrtum befindet, kann oder muss
(?) man vieles zwangsläufig falsch machen.

Im Moment halte ich die Welt für einen einzigen großen Irrtum mit vielen Zweigen.
Ein Irrtum wäre z. B., dass etwas anderes als Liebe auch konstruktiv sein könnte.
Die Dämonen, die Menschen, die sich den schwarzen Kräften ganz hingegeben haben,
mögen unsere Angst, Furcht, unseren Schmerz, unsere körperlichen Qualen für
konstruktiv halten, da sie sich davon ernähren und so Leben erfahren.

Aber müssen sie das? Sind nicht die Dämonen die verIRRTesten Kinder überhaupt, denen
mit wahrhaft unendlicher Liebe beigebracht werden müsste, dass auch sie sich von der
treibenden Kraft hinter allem ernähren dürfen. Und dies mit bestem Gewissen.

Ich, die ich massiv zwischen zwei Fronten geraten bin, hat die Frage nach dem Falsch
oder Richtig immer sehr beschäftigt. Das, was ich innerlich für richtig befand,
wurde im Äußeren als falsch negiert. Heute würde ich vielleicht nicht mehr in so
vielen Situationen fragen: "Ist das falsch oder richtig?", weil es dafür überhaupt
keinen objektiven Gradmesser gibt, sondern: "Wie fühlt es sich an?" Habe ich aus
Liebe gehandelt oder aus einer der so vielen unbewussten Ego-Strukturen, mit denen
ich eine Situation manipulieren wollte.

Ich verstehe im Moment auch zutiefst, wie panisch diese Dämonen und Machtmenschen
sein müssen. Sie müssen sich Oberwasser schaffen; sich über andere Menschen stellen
und ihnen Angst machen, da sie keinen Kanal für die Liebe haben und somit der
Trennung völlig ausgeliefert sind. Wenn man die Trennung (und sei es nur
intellektuell) als Irrtum begreift, ist sie nicht so massiv. Es muss eine schlimme
Einsamkeit sein an diesem Ort wo jedes helle sprirituelle Bewusstsein fehlt. Und wo
man sich über seine Grausamkeit und Macht als wertvoll erlebt. Wo man das
Unschuldigste opfert - unsere Kinder - , um groß und stark zu werden und zu bleiben.
Sind es Menschen, die so etwas tun, sind es Dämonen? Oder arbeiten sie zusammen? Wie
sehen diese Dämonen aus und wo halten sie sich in der Regel auf?

Ja, es ist falsch, Kinder zu opfern. Aber es ist nicht deswegen falsch, weil
irgendein Konzept unserer Kultur dies besagt. Es ist falsch, weil Liebe nichts mit
Opfern zu tun hat. Das ist eine absolut völlig verrückte Idee. Liebe vergrößert
alles, Liebe gibt, verschenkt, mehrt, breitet sich aus. Liebe verlangt gewiss keine
Opfer. Wenn ich aus Liebe etwas schenken möchte, ist das kein Opfer.

Viele von uns wissen dies auch, aber es scheint daneben eine ganze Welt zu geben,
die es nicht weiß. Die sich nichts schenken lassen will, sondern die sich räuberisch
nimmt - und dabei über Leichen geht. Wirtschaftswachstum ist richtig, weil "wir" das
einmal so festgelegt haben und uns vielleicht auch kein besseres Konzept einfällt.
Oder ist es vielleicht doch falsch, weil dieses Wachstum so viele Opfer verlangt? Es
ist wohl weder richtig noch falsch, es ist einfach eines der vielen Konzepte in der
Welt des Irrtums.

Meike, im stillen Nachdenken fällt mir noch so viel dazu ein. Ein Teil von mir
braucht das richtig/falsch, um eine Orientierung zu haben. Das ist wichtig. Aber es
ist schade, dass man überhaupt Dinge falsch machen kann - das stimmt.

Gruß ans Forum
Anna
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